Video vom letzten Richtfest

Das Richtfest - eine Tradition des Handwerks beim Hausbau

Der folgende Text ums Richtfest eignet sich gut um den Richtspruch in der Richtfestrede zu umschreiben und zu ergänzen. Tipp für unsere Kollegen: Fügen Sie am besten noch den Namen Ihres Bauherrn ein. Wir haben auch die Stellen im Text gekennzeichnet bei denen der Richtbaum angebracht werden kann, oder vom Zimmermann der Richtspruch gehalten wird:

Es ist Tradition dass sobald der Zimmermann den Dachstuhl errichtet hat ein Richtfest gefeiert wird. Der Richtspruch findet in der Geschichte mit der Entstehung der Handwerkszünfte - bereits im frühen Mittelalter - erstmals seine Erwähnung. Leider ist diese schöne Tradition immer seltener anzutreffen. Wir freuen uns deshalb wiederum diese Tradition weiter zu pflegen.

Warum ein Richtfest?

Der Richtspruch ist nicht nur Dank an den Bauherrn, sondern eine Bitte um Gottes Segen für das neu erstellte Haus und dessen Bewohner. Der Richtspruch beschwört das Glück für das Haus und dass alle, die in ihm Ein- und Ausgehen geschützt werden. Gleichzeitig wird dem Herrgott für seinen Schutz während der Erstellung des Hauses gedankt und dafür, dass er alle Gefahren von den Handwerkern abgewendet hat.

Der Ursprung des Richtfestes

Schon immer waren die Menschen vom Wald abhängig. Der Wald liefert den Rohstoff Holz zum Bau von Hütten und Unterkünften und der Wald spendete zugleich Früchte und Nahrung. Aber auch als Rückzugsgebiet und Versteck zum Schutz vor gegnerischen Völkern war der Wald nützlich. Ferner nutzten die Menschen das Reisig vom Waldboden, um Feuer zu machen.
Aufgrund der großen Abhängigkeit vom Holz haben die Menschen den Wald und die Bäume verehrt. In vielen Sagen wird berichtet, dass die ersten Menschen aus den Bäumen kamen und in den skandinavischen Ländern stammten (der Sage nach) die Seelen der Menschen von den Bäumen ab. Nach dem Tod gingen die Seelen wieder in den Bäumen auf. Im Wald lebten der Ansicht nach böse und aber auch gute Geister.

Da zum Hausbau Bäume gefällt wurden, wollte man das Wohlwollen der Waldgeister durch das Anbringen eines Baumwipfels am Dach erlangen. Es sollte als aufrichtiger Dank für die Gegenleistung (Bereitstellung vom Rohstoff Holz) an den Wald gelten. Die bösen Geister sollten durch den Bau nicht verärgert werden und der gute Geist sollte durch das Anbringen des Baumwipfels (dem jetzigen Richtbaum) weiter leben.

Im Christentum besitzen Bäume eine besondere Bedeutung und der Richtbaum besitzt durchaus ähnliche Hintergründe wie unser Christbaum, welcher erst viel später zur Tradition wurde. Die immergrünen Bäume waren Symbol für Fruchtbarkeit und Lebenskraft. Durch das Anbringen des Richtbaumes wollte man dem Bewohner des neu errichteten Hauses Gesundheit schenken, vor Krankheiten beschützen sowie das Eindringen von bösen Geistern verhindern.

// Jetzt könnte der Richtbaum am Rohbau angebracht werden.

Der Richtbaum

Nach dem alten Brauch wird der Richtbaum, von den Zimmerleuten am Dachstuhl befestigt. Mit bunten Bändern geschmückt, symbolisiert er den Stolz aller Handwerker! Früher hatten die wandernden Zimmerleute aus alter Tradition her bunte Heimattücher dabei. In den Tüchern wurde Ihr Hab und Gut transportiert. Die Zimmerleute hingen ihre Heimattücher an den Richtbaum und der Bauherr füllte dann die Tücher mit Proviant und eventuell Geld für die weitere Wanderschaft. Nach dem Richtfest war das Gewerk der Zimmerer beendet und sie gingen wieder auf die Walz. Statt der Heimattücher schmückt man den Richtbaum heute bunten Bänder.

Der Rohbau ist ein Bauabschnitt von besonderer Bedeutung. Der Zimmermann richtet den Dachstuhl auf. Der Name leitet sich von dem Ausdruck aufrichten oder errichten her. Gemeint ist das Aufstellen des Dachstuhles. Beim Richtspruch hebt der Zimmermann sein Glas, spricht einen Tost aus, dann wirft er das ausgetrunkene Glas auf den Boden oder gegen eine Wand, damit es zerspringt und die Scherben Glück für das Haus und die Bewohner bringen.

// Jetzt könnte der Zimmermann eine Richtrede oder einen lustigen Richtspruch sprechen.

Wenn der Bauherr nicht zum Richtfest einlädt

Wurde früher kein Richtfest gefeiert, oder die Bauherrschaft hat sich karg gezeigt, wurde ein Besen am Dachstuhl angebracht um den Bauherrn öffentlich zu blamieren. Vom Maurer wurden auch leere Flaschen in den Giebel, oder zwischen die Dachsparren eingemauert, damit er nachts durch das Weinen der Flaschen (durch den Wind) an das fehlende Richtfest, oder sein Verhalten und die bösen Waldgeister erinnert wurde.

Nägele BAU freut sich die Tradition des Richtfestes bei Immobilien, zum Beispiel beim Bau eines neuen Hauses in Pfuhl oder Burlafingen zu pflegen.

Weitere Links

www.richtfest.info

http://de.wikipedia.org/wiki/Richtfest

Teilweise sind dies die Quellen zum obigen Text.

Bilder vom lezten Richtfest aus Neu-Ulm/Pfuhl - Kirchstraße

Tradition Richtfest mit Nägele BAU Bauunternehmen

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